Prof. Schneidmüller wurde 1977 promoviert. Von 1978 bis 1981 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Ehlers im DFG-Schwerpunktprogramm „Nationes“ am Historischen Seminar der Universität Frankfurt am Main. In den Jahren 1981–1987 war er Wissenschaftlicher Angestellter und Akademischer Rat auf Zeit am Historischen Seminar der Technischen Universität Braunschweig, dort habilitierte er sich 1985. Es folgten Professuren für Mittelalterliche Geschichte in Oldenburg (1987–1990), Braunschweig (1990–1994) und von 1994 bis 2003 in Bamberg. Seit dem Wintersemester 2003/04 lehrt Schneidmüller als Nachfolger von Jürgen Miethke an der Universität Heidelberg.

Seine Forschungsschwerpunkte sind vor allem die gesamte europäische Nationenbildung und die Entstehung von politischen, sozialen und gesellschaftlichen Identitäten. Schneidmüller ist Ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, korrespondierendes Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und mehrerer anderer wissenschaftlicher Gesellschaften (z. B. der Frankfurter Historischen Kommission und des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte). Von 2014 bis 2020 ist Bernd Schneidmüller zusammen mit dem Biologen Thomas Rausch Direktor des Marsilius-Kollegs der Universität Heidelberg.

Buchveröffentlichungen, u.a.: Nomen patriae: die Entstehung Frankreichs in der politisch-geographischen Terminologie (10.–13. Jh.), Sigmaringen 1987, Die Welfen: Herrschaft und Erinnerung (819‑1252), Stuttgart 2000, Die Kaiser des Mittelalters. Von Karl dem Großen bis Maximilian I., 2. Aufl., München 2007, Grenzerfahrung und monarchische Ordnung: Europa 1200–1500, München 2011.

Arbeitsbereich:

IX. Klöster im Hochmittelalter

Projekte:

  • Innovationslabore europäischer Lebensentwürfe und Ordnungsmodelle
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