Veröffentlicht im März 2021-Kategorie: Programm-Schlagwörter: , , -

Spätmodernen pluralistische Gesellschaften sind von einer unendlich vielfarbigen Individualität ihrer Bürgerinnen und Bürger und einer Fülle von Zusammenschlüssen und Gruppierungen geprägt. Diese schwer zu fassende „Pluralität“ wird von vielen Menschen als Quellgrund der Freiheit begrüßt, von manchen Innenstehenden und vielen Außenstehenden aber auch als soziales Chaos gefürchtet. Doch dieser Pluralität steht eine begrenzte Zahl von sogenannten „sozialen Systemen“ gegenüber, die in hohem Maße organisatorisch, institutionell und normativ geprägt sind. 

Die Projekte der geplanten internationalen und interdisziplinären Konsultationen untersuchen die Einflüsse der Religion, des Marktes, des Rechts, der Wissenschaft, der Politik, der Medien, der Familie, der Bildung, des Medizin- und des Verteidigungssystems auf die Charakterbildung, die ethische Erziehung und die Kommunikation von Werten in spätmodernen pluralistischen Gesellschaften,

Die überwältigende Mehrzahl der Beiträge des ersten Bandes über „die Religion“ behandeln die christliche Religion, da pluralistische Gesellschaften heute wesentlich in christlichen Umgebungen gedeihen. Auch der zweite Band über „den Markt“ nimmt in einigen Beiträgen auf biblische Traditionen Bezug. Die ersten Bände sind 2020 in der EVA Leipzig erschienen. 

Michael Welker, John Witte, Stephen Pickard (Eds.), The Impact of Religion on Charakter Formation, Ethical Formation and Communication of Values in Late Modern Pluralistic Societies (Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2020).