Zu den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten von Prof. Tanner gehören der Zusammenhang von Protestantismus und politischer Kultur in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert sowie die Hermeneutik ethischer und politischer Urteilsbildung insbesondere auf dem Feld der Bio- und Medizinethik.

Bevor er nach Heidelberg kam, lehrte er in München, Dresden und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er sammelte Erfahrungen in der ‚Politikberatung‘ unter anderem als Sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“ des Dt. Bundestages (2000–2002). Er ist Mitglied der „Zentralen Ethik-Kommission der Bundesregierung für die Stammzellforschung“ und der „Ethics Working Party“ des „International Stem Cell Forum“ sowie der Nationalen Akademie „Leopoldina“. 

Zu seinen Veröffentlichungen zählen „Die fromme Verstaatlichung des Gewissens. Zur Auseinandersetzung um die Legitimität der Weimarer Reichsverfassung in Staatsrechtswissenschaft und Theologie der zwanziger Jahre“, „Der lange Schatten des Naturrechts“, „Protestantische Identität heute“ (hg. mit F.W. Graf) und „Religion und symbolische Kommunikation“ (Hg.). Er ist Mitherausgeber der „Zeitschrift für Evangelische Ethik“.  

Arbeitsbereiche:

II. Theologie, Bioethik und Medizinrecht

III. Theologie und Rechtswissenschaft

Projekte:

  • Verkörperung als Paradigma einer evolutionären Kulturanthropologie
  • Rechtsdogmatik und theologische Dogmatik
  • Multiple Reformations? The Heidelberg-Notre Dame Dialogue on the Legacies of the Reformation Age
  • Religion and Civil Society
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